Beiträge getagged ‘rap’

Mishoo the Drumkit – Born In The Land Of A Thousand Hills

21 Januar 2010

mishoo the drumkitMishoo the Drumkit ist eine meiner Neuentdeckungen des Monats, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Wer auf souligen Rap a la Ty und auf  Beats  wie die von den Jazz Liberatorz steht, also ganz im Stile der jazzlastigen Hip Hop Newschool, der wird Mishoo lieben. Der Vibe ist trotz des Sprechgesags eher soulig und eignet sich wunderbar für die Tasse Tee am Nachmittag. Früher sagte man zu der Mischung aus fluffigem Jazz und Raps auch Easy Listening oder Acid Jazz.
Das Album “Born In The Land Of A Thousand Hills” von Mishoo kann man zur Zeit noch frei herunterladen.
http://www.mishoothedrumkit.com/

ABC Alphabeat – unpolierte Hip Hop Wonkyness

20 Januar 2010

600_ebctp001_frontWer ein klein bisschen Interesse an Hip Hop hat, weiß was ein Mixtape ist. Zumindest in den alten Tagen wurden diese Dinger nämlich noch wirklich auf  Tapes gemacht und zu Promozwecken verteilt und kopiert. Die drei Produzenten Swede:artA-rec und Fuer.steps jedenfalls sind im Hier und Jetzt angekommen und verteilen ihr Mixtape übers Internet. ABC Alphabeat ist also ein solches, und ist vollgepackt mit roughen, wonky Beats, die in den Bereich Hip Hop, Dubstep oder wie man früher sagte, Downbeat gehen. Sogar einige englischsprachige Raps sind mit von der Partie. Ich finde alle Stücke großartig und kann sie jedem empfehlen, der auf moderne Beats der Marke Flying Lotus oder Comfort Fit steht. Für letzteren hat Swede:art auch einen Remix für Polyshuffelz gezaubert.

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Grüün – Kraut-Hop

19 November 2009

id054_frontcover_mittelIhr sucht deutschen Hip Hop mit modernen Beats und abgefahrenen Lyrics und habt die Suche bereits aufgegeben? Und wenn ich euch sage, dass es so etwas noch gibt und dass es das noch dazu kostenlos im Netz  gibt? Comfort Fit ist eh der King, und wenn er sich mit einem Rapper zusammentut, kann das eigentlich nur derber Scheiß werden. Und Grüün ist derb. Ich würde sogar sagen, dass es sowas wie Grüün in deutschen Landen so noch nicht gibt, denn die beiden Musiker verbinden experimentelle Beats mit deutschen Raps und dass sich das sonst in Deutschland so gut wie niemand traut oder es bisher nicht getan hat ist mir zwar unverständlich, aber es scheint so zu sein.
Wie dem auch sei, Kraut-Hop ist ein starkes Album, jeder der Tracks hat Persönlichkeit, Eigenständigkeit und den gewissen Sinn für Sprache und Soundästhetik  den Hip Hop einfach braucht um gut zu sein. Als deutscher Act hat man es ja sowieso nicht so leicht, deshalb wohl auch der Vertriebsweg über das ID.Eology Netlabel (Checkt unbedingt auch die anderen Releases von denen). Ich denke, das war ein cleverer Schachzug, denn damit erreichen sie genau die Leute, die diese Musik auch verstehen.

Wenn die ersten Knospen sprießen und alles zu grünen beginnt, erfreut das nicht nur das Herz des Naturfreunds. Es bedeutet auch, dass es mal wieder Zeit wird, ordentlich durchzulüften, den Müll rauszutragen und die Bude auf Vordermann zu bringen.

Jahreszeitgemäß krempeln Grüün, a.k.a. Comfort Fit und tide, mit ihrer Debut-Veröffentlichung auf iD.EOLOGY die Ärmel hoch und starten den überfälligen Frühjahrsputz im Rapgame. Stumpfsinn, Beatklischees, Mackerattitüde und Einfallslosigkeit fegen sie beiseite und wienern Hip Hop mit ihrer homegrown Politur auf Hochglanz. Vielschichtig, raffiniert und trippig, geradeaus und kopfnickerfett, elektronisch-knarzig und jazzig-vertrackt, oft all das zugleich sind die Beats, mit denen Comfort Fit den Hörer auf die Reise schickt und die Raps von tide untermalt. Der wiederum erzählt nicht nur mal nachdenkliche, mal unterhaltsame Begebenheiten aus einem Leben zwischen Bar, Bong und Buddhismus, sondern beweist auch ganz nebenbei, dass man kein Gangsta sein muss, um verdammt harte und druckvolle Flows rauszuhauen.

Eine Veröffentlichung für alle also. Für alle, die unser Faible für Individualität und Originalität teilen. Und natürlich für alle, die gutes Entertainment für Herz, Hirn und Hoden einfach zu schätzen wissen.

DOWNLOAD Kraut-Hop for free


http://grüün.de/

Comfort Fit – eine Netlabel-Legende

8 September 2009

comfortfitFür mich ist Comfort Fit einer der  Netlabel-Gewinner des Jahres. Mit seinem neuen Album Polyshuffelz kickt er meines Erachtens in der World-Ligue des Hip-Hop, Nu Jazz oder Downbeat -wie auch immer man das bezeichnen möchte-. Ohne zu übertreiben würde ich Comfort Fit im gleichen Atemzug wie DJ Vadim, Luke Vibert oder DJ Food nennen. Selbst einen Howard Marks konnte er für einen Vocalpart auf seinem Album gewinnen. Polyshuffelz ist vollgestopft mit experimentellem Hip Hop, Raps, Soul, Spoken Word und jeder Menge Dust. Und das auf einem Qualitätsniveau, von dem so manch großes Label nur träumt. Herausgekommen ist das Album auf dem Netlabel Tokio Dawn Records. Dort finden sich übrigens auch noch jede Menge andere Perlen zum kostenlosen Download. Wer  Polyshuffelz aus unerfindlichen Gründen nicht kaufen möchte, der kann sich zunächst einmal auf den kostenlosen Katalog von Tokio Dawn stürzen, um festzustellen, dass es Netlabels gibt, die einfach unglaublich gut sind. Das erste Album von Comfort Fit findet sich dort übrigens auch und ist ebenfalls jedes Bit wert.

Comfort Fit – Polyshufflez LP Teaser by tokyodawnrecords

Das Album “Polyshufflez” kann man über i-Tunes | Amazon | Juno | Digital Tunes kaufen.

Deutschrap wird wieder salonfähig

30 Juli 2009

Lange habe ich gewartet, dass aus Deutschland mal wieder was rapmäßiges kommt, das mich richtig wegfeuert. Ich komme noch aus der Zeit als die Beginner und Freundeskreis ihren Zenit hatten und deutscher Rap etwas ganz neues und spannendes war. Ich erinnere mich nur zu gern als die ersten beiden Eins Zwo oder die Quadratur des Kreises. Irgendwann ist alles in eine ganz komische Richtung gelaufen. Ich meine Kool Savas war trotz coolen Rapskillz textlich nie so richtig mein Fall. Es gibt da n paar Sachen, die ich cool finde, aber im Großen und Ganzen gehen die Beats einfach gar nicht. Ok, King of Rap ist immer noch geil. Jetzt stehe ich nun gar nicht auf Bushido und Ghetto-Konsorten, das ist echt peinliches Zeug wie ich finde und hat meiner Meinung nach weniger mit Musikalität als mit Profilierung zu tun.

Ein Typ, der meiner Meinung nach durch seinen unglaublich feinen eigene Style glänzt ist Absztrakkt.
Was sich mit seinem Album mit Roey Marquis II “Dein Zeichen” schon abzeichnete, kommt mit “Das Buch der 3 Ringe” so richtig auf den Punkt. Eigenständig, deep, persönlich, wahrhaftig und  spirituell. Die Beats – die er dieses Mal selbst gemacht hat- erinnern mich an frühe Wu Tang Clan oder ODB Sachen. Kommt alles so aus dem Bereich Kung-Fu Film, glaube ich.
Also hier mal ein kleiner Brocken vom Album

Absztrakkt- Das Buch der 3 Ringe downloaden

Desweiteren sollte man sich bei Gefallen unbedingt mal seinen Kollegen namens Ruffkid anschauen. Das ist echter Hardcore-Rap und sicher nix für Leute, die nur auf Dendemann und Blumentopf abgehen. Der Typ ist aber kein Spast und macht jenseits des Hardcores auch wahrlich poetische Texte. Mir gefällt sein überaus tighter Rapstyle und seine Aussage. Das Video ist übrigens unter Inkognitod und nicht unter Ruffkid erschienen. Er war so freundlich mir das Teil mal komplett hoch zu laden und ich bin begeistert.
Hier mal ein kleiner Tipp:

Wer auf extrem kranke Mixtapes und weiteren deutschen Rap härterer Gangart steht, sollte mal auf http://xmenklan.de/ gehen. Dort kann man auch ein gemeinsames Album des xman Klans kostenlos downloaden. Harter Stoff jenseits von “isch ficke deine Mudda”.

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