Wer auf der Suche nach frischem Futter für seinen IDM-infizierten Drumsampler ist, der sollte unbedingt die Seite blips.hit.bg besuchen. Dort findet man man synthetische Drum- und Percussionsounds in Hülle und Fülle. Und das Tolle ist, der Download für die ca. 20 Samplepacks ist kostenlos. Die einzige Einschränkung ist, dass die Sounds frei unter der Creative Commons sind und die kommerzielle Nutzung nur auf Anfrage möglich ist.
Für mich was das ein Grund mal wieder tief in die Glitchkiste zu greifen und einen kleinen Superlauncher-Track damit zu basteln. Alle die auf Glitches und derbes IDM-Geschrubbe stehen, sei der Track wärmstens empfohlen.
Jazz ist in der heutigen Zeit ja oft immer noch mit dem heillosen Gefrickel des Modern-Jazz der 50er und 60er Jahre behaftet. Für viele ist das nach wie vor ein Haufen unzusammenhängender, schnell gespielter “Töne”. Die meisten Mythen, die über Jazz erzählt werden sind allerdings eben genau das, Mythen. Plaistow, ein Genfer Jazz-Trio, das ich seit einiger Zeit beobachte, spielt zwar Jazz, aber eine eher moderne Version davon, die in gewissen Kreisen auch als Post-Jazz bezeichnet wird. Im Grunde ist das eine minimalisierte und konkretisierte Form eines klassischen Jazz-Setups. Allerdings geht es hier weniger um das möglichst schnelle Durchspielen auswendig gelernter Skalen, als um eine außergewöhnliche Form der Improvisation, die während dem Spiel voller melodischer und rhythmischer Ideen ist und in der man niemals den Eindruck hat, die Band spielt gerade auseinander. Die drei Musiker verstehen sich mit ihren Instrumenten genauso gut, wie in ihrem Kollektiv und das merkt man in jeder Sekunde.
Wer Jazz mag, für den ist Plaistow sowieso Pflicht und für alle die Jazz nur aus der Schuhabteilung bei Kaufhof oder eben als Frickelorgie kennen, sollten sich die Alben, die es kostenlos auf ihrer Homepage herunterzuladen gibt, unbedingt anhören. Wer sich nicht ganz sicher ist, der kann sich ja mal Plaistow live im unten stehenden Video anschauen.
Plaistow Homepage Plaistow Downloads (kostenlos)
Plaistow`s erstes Album “The Crow” erscheint am 12.4.2010 auf Unit records/ Insubordinations netlabel, und kann unter Downloads ebenfalls jetzt schon heruntergeladen werden.
Eigentlich mehr ein Podcast als einen klassischen Mix liefert hier der UNOIKI Artist Choenyi, der es sich zur Aufgabe gemacht hat ganze 63!!! verschiedene Tracks in einem eineinhalbstündigen DJ-Mix zu verwursten. Zu erwähnen wäre, dass es sich hierbei nur um Releases von UNOIKI-Artists handelt. Wer also eher auf Experimente als auf klassisch aufgebaute DJ-Mixes steht, ist hier bestens bedient, denn es ist nach eigenen Worten ein Mix aus “choenyi-frequency-quilt-unoiki minimal, experimental, ambient, electronica, hypnotic, deep, techno, funky, intricate, complex, contemplative”- Elementen
Auch die Tracklist liest sich spannend:
1. Ten And Tracer – Ontogeny Recapitulates Phylogeny [Rope Swing Cities]
2. Storlon – Distortion Ethylique [Alt Recordings]
3. Sul.a – Until Then [Archipel]
4. dxiv – Arborescing Shade [Just Not Normal]
5. Keinzweiter – Magnolia [Minordust]
6. Humeka – Summer Ends [Miniatura Records]
7. Ten And Tracer – Thought She Was Embarrassed [Rope Swing Cities]
8. Sul.a – Le Cinq Mai [Archipel]
9. Ten And Tracer – First For Robert Blake [Rope Swing Cities]
10. Humeka – It Was A Normal Day [Bleepsequence]
11. Humeka – Fall Arises (choenyi Orangophilic Remix) [Miniatura Records]
12. Dr. Nojoke – Maledrom [Deepindub.org]
13. Echo Yin – DNS (Yellow) [Diplomatik]
14. Dr. Nojoke – Nofo [Deepindub.org]
15. Sul.a – Let’s Hope [Archipel]
16. Andres Marcos – Extrem Strapazierfaehig [Miniatura Records]
17. choenyi – The International Room [Yuki Yaki]
18. choenyi – Chic Queen Eon [Bleepsequence]
19. choenyi – Foramina [Rodoid]
20. Ten And Tracer – And The Sky Says [Kikapu Net.Label]
21. Clarabella Olssen – Siesta (Original Mix) [Stereo-Type]
22. choenyi – 4×2x1×1 [Rodoid]
23. Andres Marcos – Jerentrevoirsijysuis [Miniatura Records]
24. Humeka – Sol Sistere [Miniatura Records]
25. Humeka – De Chez Moi Les Toits [Rodoid]
26. Storlon – Shiftless Shuffle [Alt Recordings]
27. Ten And Tracer – Jealousy Is The Rage Of Man [Rope Swing Cities]
28. Ten And Tracer – Zakenmaann [Archipel]
29. Humeka – Fall Arises [Miniatura Records]
30. Ten And Tracer – Mister Patience Of A Stranger Storm [Rope Swing Cities]
31. Storlon – Nodule [Alt Recordings]
32. Sven Laux – Waltz [Insectorama]
33. Ten And Tracer – Kunstenaar [Archipel]
34. Keinzweiter – Moriaan [Minordust]
35. Ten And Tracer – Carealot [Kikapu Net.Label]
36. Sul.a – Motorik [Archipel]
37. Sul.a – Shine [Archipel]
38. Ten And Tracer – Hope In The Harmful [Rope Swing Cities]
39. Sul.a – Boardish4 [Archipel]
40. Humeka – Summer Ends (Keinzweiter Remix) [Miniatura Records]
41. Humeka – A Late Spring (Sven Laux Remix) [Miniatura Records]
42. Ten And Tracer – Nice Palm [Rope Swing Cities]
43. Storlon – All Dools [Alt Recordings]
44. Keinzweiter – Magnolia [Minordust]
45. Clarabella Olssen – Tinkle (Goldfisch Blubb & Andrés Marcos) [Stereo-Type]
46. Sul.a – The Spark Is Lost [Archipel]
47. Sul.a – Le Son Du Cuir Qui S’Étire [Archipel]
48. Sul.a – A Rather Jazzy Ending [Archipel]
49. Humeka – It Sometimes Happens [Rodoid]
50. Humeka – Am Back [Rodoid]
51. Ten And Tracer – The Parent Of A Pitiful Child [Rope Swing Cities]
52. Keinzweiter – Mircoobee [Minordust]
53. J-Lab – Radiophonique [motronic]
54. Echo Yin – End Art Erect Tome [Diplomatik]
55. Ten And Tracer – Duivenmelker [Archipel]
56. Sul.a – Pelles Et Chatiments [Archipel]
57. Sven Laux – Something To Lounge [Insectorama]
58. Sul.a – Motorik [Archipel]
59. Sul.a – Silicone [Archipel]
60. Ten And Tracer – The Forked Stick [Archipel]
61. Sul.a – Blankets [Archipel]
62. dxiv – Never Downstairs From Her Again [Just Not Normal]
63. Ten And Tracer – Fenton Relay Tag [Archaic Horizon]
Es ist beileibe nicht zu viel versprochen, wenn ich hier das Wort Jazz in der Überschrift benutze, denn um elektronische Musik handelt es sich es hier nun wirklich nur sehr bedingt. Eigentlich kann ich beim Hören des Albums von Back Gold 360 nur sehr wenige elektronische Elemente ausmachen, der Großteil ist meiner Meinung nach handgemacht. Nichtsdestrotrotz klingt das hier wirklich nach hochinteressantem Neu-Jazz, den man ruhig in eine Ecke wie Jazzanova oder Konsorten stellen kann.
Der Download dieses schönen Stücks ist kostenlos und sei jedem ans Herz gelegt, der Jazz mag und auf den Frühling wartet…
Erschienen ist LM6iX auf dem Label Beluga. DOWNLOAD
Es gibt Releases, die überraschen mich immer wieder. Und dieses, vom russischen Acoustic-Musiker Zmitser von Holzman ist auf jeden Fall eines davon. Denn was Zmitser hier zaubert und kostenlos in Netz stellt, hat wirklich Klasse. Das auf dem Netlabel Zimmer Records veröffentlichte Release besteht aus 18 mollig warmen melodiösen Tracks, die oftmals an Musik von Mùm oder Valgeir Sigurðsson erinnern und an keinem Abend vorm Kamin fehlen sollten. Das Album ist im Grunde eine Zusammenstellung anderer Releases des Künstlers, die soweit ich das sehe bereits auf anderen Labels oder per Selbstdistribution herausgebracht wurden. Das Release ist kostenlos und kann bei Zimmer Records heruntergeladen werden.
In the course of history, men with facial hair have been ascribed various attributes such as wisdom and knowledge, sexual virility, masculinity, or high social status; and, conversely, filthiness, crudeness, or an eccentric disposition, such as in the case of a bum, hobo, hippie or vagrant. In many cultures beards are associated with nature and outdoorsmen.//wikipedia
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Der Berliner Künstler Klimek ist vor allem den Leuten ein Begriff, die auf Ambient und sonstige IDM-Spielereien abfahren. Er gehört für mich zu einem der Top-Artists der Ambient-Szene. Seine Kompositionen haben eine ungeheure Tiefe und Aussagekraft. Aber darum soll es heute nicht gehen. Heute geht es um ein Punk-Set, das der gute Klimek für das Magazin Self-Titled zusammengeschustert hat. Und das hat es meiner Meinung nach in sich. Denn von Black Flag, über Soundgarden(jaja, nicht ganz Punk) über Melvins bis hin zu einer meiner Lieblingsbands Napalm Death ist hier ein kunterbunter Haufen dreckiger Musikgeschichte vertreten. Meiner Meinung nach wird hier auch wesentlich mehr geboten als nur eine Sammlung von Punktracks. Ich find`s geil und der Download ist auch kostenlos… WE DON’T NEED YOUR FREEDOM by klimek DOWNLOAD
track listing:
black flag – gimme gimme gimme
gg allin – i wanna fuck myself
hüsker dü – beyond the treshold
meat puppets – big house
the dwarves – i wanna kill your boyfriend
melvins – venus in furs
the jesus lizard – mouthbreather
soundgarden – tears to forget
bad brains – i against i
killdozer – nasty
swans – stupid child
o.l.d. – colostomy grab-bag
melvins – anal satan
blind idiot god – roller coaster
the birthday party – dead joe
dickless – saddle tramp
stp – hey bastard
pussy galore – you look like a jew
alice donut – my boyfriend is back
didjits – max wadge
ramones – we’re a happy family
talulah gosh – testcard girl
the leaving trains – the horse song
thee headcoates – i wanna get fucked
dinasour jr. – just like heaven
napalm death – you suffer
Zumindest erinnert mich der Name und die Musik sehr an Einschlafliedchen von Kinderhörspielen. Ich denke das Wort kommt auch vom englischen Wort “Lullaby”. Naja wie dem auch sei, der Name ist hier Programm. Süße postrockige Melodien, Glockenspielsounds, kleinteilige Atmos, viel Acoustic und kleine Räume fügen sich hier zu einem lauschig flauschigen Sounderlebnis zusammen. Das neuste Album -Lullatone Melody Design Library- kann man kostenlos runterladen, für alle anderen Releases wird zumindest eine kleine Spende verlangt.
Ich finde die Tracks allesamt sehr gut. Leider sind sie teilweise sehr kurz. Egal, kostet nix und der Download lohnt sich auf jeden Fall.
Wie auch schon das fantastische Mixtape ABC Alphabeat ist das futuristisch anmutende Album Synesthesia des Schweizers Aeed ein kleines Goldstück in der Sammlung eines jeden Freundes zeitgenössischer Downbeats. Die neun Tracks sind ohne Ausnahme überzeugend und es verwundert nicht, dass das Label Error Broadcast dem guten Aeed ein Release in Form eines Stücks schwarzen Plastiks spendieren möchte. Wer so lange nicht warten will, kann sich das Teil schonmal kostenlos downloaden.
Wie ihr bereits wisst, ist UNOIKI ein neues Projekt, bzw ein Künstlerkollektiv, das sich zur Aufgabe gemacht hat Clicks n Cuts in hoher Qualität zu releasen. Als Showcase gibt es den so genannten UNOIKI-Calendar, bei dem es zeitlich begrenzt monatlich einen exklusiven Track eines Künstlers zum freien Download gibt.
Den Februar macht mein Mann Sul.a mit dem Track La Machine. Wie alle Sul.a Sachen, ist auch das hier ein kleines Juwel in der gut sortierten Sammlung eines jeden IDM-Freundes.
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Mishoo the Drumkit ist eine meiner Neuentdeckungen des Monats, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Wer auf souligen Rap a la Ty und auf Beats wie die von den Jazz Liberatorz steht, also ganz im Stile der jazzlastigen Hip Hop Newschool, der wird Mishoo lieben. Der Vibe ist trotz des Sprechgesags eher soulig und eignet sich wunderbar für die Tasse Tee am Nachmittag. Früher sagte man zu der Mischung aus fluffigem Jazz und Raps auch Easy Listening oder Acid Jazz.
Das Album “Born In The Land Of A Thousand Hills” von Mishoo kann man zur Zeit noch frei herunterladen. http://www.mishoothedrumkit.com/
Wer ein klein bisschen Interesse an Hip Hop hat, weiß was ein Mixtape ist. Zumindest in den alten Tagen wurden diese Dinger nämlich noch wirklich auf Tapes gemacht und zu Promozwecken verteilt und kopiert. Die drei Produzenten Swede:art, A-rec und Fuer.steps jedenfalls sind im Hier und Jetzt angekommen und verteilen ihr Mixtape übers Internet. ABC Alphabeat ist also ein solches, und ist vollgepackt mit roughen, wonky Beats, die in den Bereich Hip Hop, Dubstep oder wie man früher sagte, Downbeat gehen. Sogar einige englischsprachige Raps sind mit von der Partie. Ich finde alle Stücke großartig und kann sie jedem empfehlen, der auf moderne Beats der Marke Flying Lotus oder Comfort Fit steht. Für letzteren hat Swede:art auch einen Remix für Polyshuffelz gezaubert.
Sevish, ein junger Musiker aus London, der im Herbst 2009 mit seinem Beitrag für die spontanMusik Compilation “Unclassified Accidents” glänzen konnte, hat nach langem Warten nun endlich sein Album Golden Hour veröffentlicht. Das auf dem Netabel Split Notes releaste Teil ist vollgepackt mit UK-typischen Oldschool-Beats, die weitgehend in den Bereich Drum n Bass fallen, sich aber auch vor Dubstep oder Hip Hop nicht verschließen. Schwerpunkt sind allerdings weniger die Beats, sondern der tonale Aspekt. Hier werden für diesen Bereich völlig und untypische exotische Skalen -darunter Bohlen-Pierce oder Wendy Carlos- benutzt und mit diesen, für das westliche Ohr befremdlichen Skalen sehr interessante, harmonische Konzepte entwickelt. Aufgefallen sind mir vor allem Ähnlichkeiten zur Arbeit von Terry Riley.
Sehr hörenswertes Album, und das auch noch völlig kostenlos…
Auf dem Label 2063music habe ich dieses feine Ambient-Release gefunden. Anfangs durch den etwas schwachen ersten Track abgeschreckt, habe ich dem Teil nicht besonders viel Beachtung geschenkt, muss aber nach 2 Stunden chillen auf diese Musik sagen, dass sie mich am Ende doch noch überzeugt hat. Musikalisch geht es hier in Richtung Eastern-Sounds mit viel Glocken, Klingeln, Gongs und Gamelan-Stuff. Ist eher was zum Lockermachen und Abhängen. Wenn ihr also mal wieder am afterhourn seid, zieht euch das Teil und werdet gaaaaanz locker und entspannt.
Near Death Xperience is a Hungarian musician and producer. His debut album which called “Meditative Positions Tape 7″ is basically an ambient, chill out album. It is about the peace of mind and the transcendent trip to help people getting closer to themselves and accept them.
Wer der letzten spontanMusik Compilation Unclassified Accidents gelauscht hat, dem ist vielleicht der Track MacAvity von Woodnote ins Ohr gesprungen. Für alle denen der Track gefallen hat, gibt`s eine gute Nachricht, denn es gibt mehr von dem Norweger Musiker.
Die Söppel EP ist über das Newcomer-Portal Bandcamp erscheinen und beinhaltet 4 eingängig groovende Tracks, die aufgrund ihrer Einfachheit durchaus auch zum morgendlichen Katerfrühstück genossen werden können, trotzdem aber weder beliebig, noch billig oder langweilig klingen. Für mich wieder mal ein Beweis, dass es Musiker in den Weiten des Netzes gibt, die keiner kennt und die trotzdem Musik auf sehr hohem Niveau produzieren. Ich hoffe, es wird bald mehr von ihm geben. Zumindest wünsche ich mir ein Album von Woodnote. Dann aber auf spontanMusik.
Das ist der Blog von Keinzweiter aka Superlauncher, Elco Park, Antiga Prime oder Supralist. Hier geht`s meistens um Musik, manchmal aber auch nicht.
Meine Homepage ist keinzweiter.de
Ich betreibe das Label spontanMusik, bin 182 cm groß und trinke gerne Wurstsaft