Beiträge getagged ‘experimental’

Zmitser von Holzman – A Beard Like A Bird (Zimmer049)

9 März 2010

ZIMMER0491 Es gibt Releases, die überraschen mich immer wieder. Und dieses, vom russischen Acoustic-Musiker Zmitser von Holzman ist auf jeden Fall eines davon. Denn was Zmitser hier zaubert und kostenlos in Netz stellt, hat wirklich Klasse. Das auf dem Netlabel Zimmer Records veröffentlichte Release besteht aus 18 mollig warmen melodiösen Tracks, die oftmals an Musik von Mùm oder Valgeir Sigurðsson erinnern und  an keinem Abend vorm Kamin fehlen sollten. Das Album ist im Grunde eine Zusammenstellung anderer Releases des Künstlers, die soweit ich das sehe bereits auf anderen Labels oder per Selbstdistribution herausgebracht wurden. Das Release ist kostenlos und kann bei Zimmer Records heruntergeladen werden.

In the course of history, men with facial hair have been ascribed various attributes such as wisdom and knowledge, sexual virility, masculinity, or high social status; and, conversely, filthiness, crudeness, or an eccentric disposition, such as in the case of a bum, hobo, hippie or vagrant. In many cultures beards are associated with nature and outdoorsmen.//wikipedia
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Klimek – We don`t need your freedom

1 März 2010

klimekDer Berliner Künstler Klimek ist vor allem den Leuten ein Begriff, die auf Ambient und sonstige IDM-Spielereien abfahren. Er gehört für mich zu einem der Top-Artists der Ambient-Szene. Seine Kompositionen haben eine ungeheure Tiefe und Aussagekraft. Aber darum soll es heute nicht gehen. Heute geht es um ein Punk-Set, das der gute Klimek für das Magazin Self-Titled zusammengeschustert hat. Und das hat es meiner Meinung nach in sich. Denn von Black Flag, über Soundgarden(jaja, nicht ganz Punk) über Melvins bis hin zu einer meiner Lieblingsbands Napalm Death ist hier ein kunterbunter Haufen dreckiger Musikgeschichte vertreten. Meiner Meinung nach wird hier auch wesentlich mehr geboten als nur eine Sammlung von Punktracks. Ich find`s geil und der Download ist auch kostenlos
WE DON’T NEED YOUR FREEDOM by klimek
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track listing:

black flag – gimme gimme gimme
gg allin – i wanna fuck myself
hüsker dü – beyond the treshold
meat puppets – big house
the dwarves – i wanna kill your boyfriend
melvins – venus in furs
the jesus lizard – mouthbreather
soundgarden – tears to forget
bad brains – i against i
killdozer – nasty
swans – stupid child
o.l.d. – colostomy grab-bag
melvins – anal satan
blind idiot god – roller coaster
the birthday party – dead joe
dickless – saddle tramp
stp – hey bastard
pussy galore – you look like a jew
alice donut – my boyfriend is back
didjits – max wadge
ramones – we’re a happy family
talulah gosh – testcard girl
the leaving trains – the horse song
thee headcoates – i wanna get fucked
dinasour jr. – just like heaven
napalm death – you suffer

Und weil ich Klimek wirklich absolut spitze finde, hier nochmal ein Track seiner Musik. Meisterhaft…
SOLID STATE TRANSMITTERS – Roller Coaster Dub by klimek

Aeed – Synesthesia

18 Februar 2010

aeedWie auch schon das fantastische Mixtape ABC Alphabeat ist das futuristisch anmutende Album Synesthesia des Schweizers Aeed ein kleines Goldstück in der Sammlung eines jeden Freundes zeitgenössischer Downbeats. Die neun Tracks sind ohne Ausnahme überzeugend und es verwundert nicht, dass das Label Error Broadcast dem guten Aeed ein Release in Form eines Stücks schwarzen Plastiks spendieren möchte. Wer so lange nicht warten will, kann sich das Teil schonmal kostenlos downloaden.

UNOIKI – Calendar 2 / Sul.a – La Machine

1 Februar 2010

Wie ihr bereits wisst, ist UNOIKI ein neues Projekt, bzw ein Künstlerkollektiv, das sich zur Aufgabe gemacht hat Clicks n Cuts in hoher Qualität zu releasen. Als Showcase gibt es den so genannten UNOIKI-Calendar, bei dem es zeitlich begrenzt monatlich einen exklusiven Track eines Künstlers zum freien Download gibt.
Den Februar macht mein Mann Sul.a mit dem Track La Machine. Wie alle Sul.a Sachen, ist auch das hier ein kleines Juwel in der gut sortierten Sammlung eines jeden IDM-Freundes.

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Sul.a | 0210 | La Machine by UNOIKI

ingern – irregularity motions (spontanMusik 16)

25 Januar 2010

800px_SMV013Die Zeichen stehen bei uns im Headquarter von spontanMusik in letzter Zeit ja wieder ziemlich auf abgedrehte Sachen. Deshalb ist es kein Wunder, dass dieses Release gerade jetzt kommt. Nach einer vom Abfuckfaktor sehr durchwachsenen Compilation, räumt spontanMusik mit ingern`s irregularity motions mit dem Gerücht auf, wir wären unter die IDM-Renter gegangen und würden uns gar nichts mehr trauen. Nun also ein Release, das sich in die gleiche Reihe wie Paradroid`s Galaga Gamelan stellen darf. Und das ohne irgendwie kopiert zu klingen. Was unser lieber ingern da macht, erinnert selbstverständlich irgendwie an Twerk oder Paradroid, keine Frage, der junge Japaner macht das aber so geschickt und deep, dass man selbst als alteingesessener Freund dieser beiden Frickel-Techno-Ikonen gar nicht anders kann als ihn zu lieben.
Hurra, wir sind zurück im Frickelland… Prost.

Das Album gibt es auf spontan-Musik.de


ABC Alphabeat – unpolierte Hip Hop Wonkyness

20 Januar 2010

600_ebctp001_frontWer ein klein bisschen Interesse an Hip Hop hat, weiß was ein Mixtape ist. Zumindest in den alten Tagen wurden diese Dinger nämlich noch wirklich auf  Tapes gemacht und zu Promozwecken verteilt und kopiert. Die drei Produzenten Swede:artA-rec und Fuer.steps jedenfalls sind im Hier und Jetzt angekommen und verteilen ihr Mixtape übers Internet. ABC Alphabeat ist also ein solches, und ist vollgepackt mit roughen, wonky Beats, die in den Bereich Hip Hop, Dubstep oder wie man früher sagte, Downbeat gehen. Sogar einige englischsprachige Raps sind mit von der Partie. Ich finde alle Stücke großartig und kann sie jedem empfehlen, der auf moderne Beats der Marke Flying Lotus oder Comfort Fit steht. Für letzteren hat Swede:art auch einen Remix für Polyshuffelz gezaubert.

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Sevish – Golden Hour

18 Januar 2010

spnt001_frontSevish, ein junger Musiker aus London, der im Herbst 2009  mit seinem Beitrag für die spontanMusik Compilation “Unclassified Accidents” glänzen konnte, hat nach langem Warten nun endlich sein Album Golden Hour veröffentlicht. Das auf dem Netabel Split Notes releaste Teil ist vollgepackt mit UK-typischen Oldschool-Beats, die weitgehend in den Bereich Drum n Bass fallen, sich aber auch vor Dubstep oder Hip Hop nicht verschließen. Schwerpunkt sind allerdings weniger die Beats, sondern der tonale Aspekt. Hier werden für diesen Bereich völlig und untypische exotische Skalen -darunter Bohlen-Pierce oder Wendy Carlos-  benutzt und mit diesen, für das westliche Ohr befremdlichen Skalen sehr interessante, harmonische Konzepte entwickelt. Aufgefallen sind mir vor allem Ähnlichkeiten zur Arbeit von Terry Riley.
Sehr hörenswertes Album, und das auch noch völlig kostenlos…

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Sounds aus dem See – gefrorenes Wasser

6 Januar 2010

p1020481Fieldrecordings sind spätestens mein Ding seit ich Besitzer eines Zoom H2 bin. Seitdem habe ich auch so manch tolle Aufnahme machen können, hatte allerdings nie die Gelegenheit gefrorenes Wasser in ausreichend guter Qualität aufzunehmen. Meist hat man bei solchen Gelegenheiten ja weder Kamera noch Recorder mit dabei.
Andreas Bick hat hier unglaubliche Aufnahmen eines gefrorenen Sees gemacht, die klingen als wären sie mit einem futuristischen Synth oder einem extremen Glitch-Sampler gemacht worden. Aber diese brachialen Klänge stammen aus der Natur und sind vollkommen unbearbeitet. Hört selbst.

UNOIKI – Künstlerkollektiv zwischen Bits und Bytes

2 Januar 2010

logounoiki

Das neue Jahr beginnt direkt mit einigen Neuigkeiten rund um mein Schaffen. Am 1.1.2010 startete das vom Berliner Produzenten Dr.Nojoke ins Leben gerufene Künstlerkollektiv UNOIKI. Das Projekt soll eine explorative Plattform für elektronische Musik, visuelle und artverwandte Kunstformen, die zwischen Club und Kunst angesiedelt sind bereitstellen. UNOIKI ist also kein traditionelles Label und weniger ein klassisches Netlabel, als ein Konzept welches Zwischenräume erforscht, nach neuen Wegen und Feldern sucht und Regeln, Grenzen und Strukturen in Musik, Kunst, Verwertung, Vertrieb und Pomotion und der Gesellschaft an sich hinterfragt. Wert wird bei allen Veröffentlichungen vor allem auf Nachhaltigkeit gelegt, die ja gerade im äußerst schnelllebigen Netlabelbereich vergeblich zu suchen ist.
UNOIKI basiert auf der Idee eines Kollektivs gleichgesinnter Künstler mit einer originellen und einzigartigen Vision und wird deren Musik, visuelle, audiovisuelle, multimediale und interdisziplinäre
Werke und Projekte über die eigene Website veröffentlichen und verkaufen. UNOIKI möchte Projekte und Kollaborationen initiieren und Verbindungen zu innovativen Künstlern, DJs, Denkern, Autoren, Tänzern, Filmemachern, Media-Aktivisten und Afficionados aufbauen, um so ein Netzwerk zu bilden, das auf zukünftige Aufgaben und Herausforderungen vorbereitet ist.

Der UNOIKI-Calandar

Den Startschuss für das Projekt gibt heute J-Lab mit seinem Track 110 / From the Hip, den es auf UNOIKI zum freien Download gibt. Ab jetzt wird es jeden Monat einen Track geben, der den jeweiligen Monat beschreibt und ebenfalls als freier CC-Download erhältlich ein wird.

Beteiligte Künstler sind übrigens: Keinzweiter (DE),  Sven Laux (DE), Humeka (FR), Sul.a (CAN), MRZ (SUI), Storlon (SUI), Ten and Tracer (USA), choenyi (USA), Andrés Marcos (SUI), J-Lab (UK), Dr.Nojoke (DE), TRIoon (UK, DE, ESP), Horror Vacui (DE), Micarus (DE), Niora (DE).
Artists - UNOIKI_02012010_big
Für`s Mastering bin zur Zeit ich zuständig.

www.unoiki.net
www.soundcloud.com/unoiki
www.twitter.com/unoiki

Thavius Beck – Nothing Lasts Forever (Supralist`s how to destroy a popsong remix)

4 Dezember 2009

Es ist manchmal schon total verzwickt. Man macht etwas komplett anders als sonst, findet es ganz toll und alle, die man fragt lachen einen aus, schlagen die Hände überm Kopf zusammen oder rennen schreiend raus. Bis auf ein paar, die finden es dann doppelt gut. Ok, mein Remix von Thavius Beck – Nothing Lasts Forever polarisiert. im Grunde ist das ein Popsong mit gepitchter Stimme und das ist schonmal nicht jedermann`s Sache. Wenn man das dann auch noch mit pratzigem Halfstep und viel Glitch verbindet, ist die Mischung explosiv. Ich bin mal auf die anderen Remixe gespannt. Wer welche findet, kann sie hier ja reinposten.
Meiner ist hiermit Freiwild. Also runterladen und sich freuen…Oder eben nicht ;)

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Ben Frost – By The Throat

30 November 2009

benfrost_bythethroatSicher ist die Musik von Ben Frost trotz ihrer harmonischen Elemente nicht die zugänglichste. Das mag zum einen an ihrer ungeheuren Tiefe und zum anderen an der brachialen Wucht digital übersteuerter Sounds liegen, mit denen er seine Kompositionen regelmäßig eskalieren lässt. Die Musik auf seinem neuen Album By The Throat macht nachdenklich, passt zum Wetter Ende November, weil sie dich nach verstörenden Eskapaden immer wieder mit einer warmen Decke aus fast schon pathetisch klingenden Flächen zudeckt.
Ben Frost macht besondere Musik, eine  gewaltige Mischung aus Ambient, Noise, Minimal und was auch immer (von Postrock bis Klassik).
Ich weiß nicht wo, aber habe mal gelesen, er sei der digitale Arvo Pärt… Und irgendwie stimmt das auch.

Wer das Album nicht sofort kaufen möchte, sollte sich zumindest mal die 8 Minuten Zeit lassen, um das live gespielte Stück “Leo Needs a New Pair of Shoes”, eines der Highlights auf By The Throat, anzuschauen.

By The Throat bei Amazon kaufen oder downloaden

In the Country of Last Things

30 Oktober 2009

Ich muss zugeben, Ich kenne Paul Auster`s Buch  “In the Country of Last Things” nicht, nein ich habe noch nie etwas von ihm gehört. Durch diese wirklich wundervolle Vertonung bin ich allerdings sehr neugierig geworden, um was es sich bei dem Buch handelt. Es erinnert mich etwas an die Atmo von Andrei Tarkowski`s  Stalker. Jedenfalls kann dieser (DJ?) Mix einiges, denn er repräsentiert Musik von 1916-2009 in einer derart frischen Art und Weise, dass man als Hörer gar nicht mehr merkt welches Stück nun welchen historischen Ursprungs ist. Die neue Musik, die Musique Concrète oder die neue elektronische Musik krankten oftmals noch an einer  latenten Langweiligkeit und die darin resultierende Verschlossenheit gegenüber Ungeübten. Dieser Mix ist unserer Zeit angepasst indem er keine 26 Minuten Opern aus einem Thema macht, sondern die wichtigsten Zitate punktgenau an der richtigen Stelle platziert. DoguraMagura hat meinen Respekt, denn er weiß genau was er tut.

In the Country of Last Things(Playlist) by DoguraMagura

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spontanMusik – Unclassified Accidents

8 Oktober 2009

electronica_compilationEs ist geschafft. Unsere erste Broken-Beat-Electronica-Glitch-Downbeat-Drumnbass-Dubstep-oderwasauchimmer-Compilation ist vollendet. Nach einem relativ kurzem Compiling wurde wurde das Projekt im Mai 2009 auf der Zielgeraden durch technische Probleme in meinem Studio(danke nochmal an den Drecksladen von TC-Electronics) leider sehr weit nach hinten geworfen und durch einen weiteren Ausfall beim Mastering-Studio meines Vertrauens war ich gezwungen das Teil unter miserablen Bedingungen selbst zu mastern.
Letztendlich bin ich aber doch sehr zufrieden mit dem Endergebnis und freue mich, euch das gute Stück zum kostenlosen Download anbieten zu können. Musikalisch geht es hier in eine für spontanMusik bisher eher ungewohnte Richtung. Wie angekündigt möchte ich das Label  hiermit für alle möglichen Musikstile freigeben. Demos sind noch immer sehr willkommen. Bitte schickt uns doch nicht immer den gleichen Minimal-Techno Brei, sondern lasst euch mal was neues einfallen.
Erwähnenswert sind auf jeden Fall alle Tracks, aber irgendwie fehlt mir jetzt die Lust für jeden einzeln eine kleine Geschichte zu schreiben. Am besten ihr  ladet euch das Teil hier runter, hört es euch an und schreibt dann brav einen Kommentar in das Feld unten.

Hier eine kleine Auswahl des guten Stücks. Laufzeit ist ca. 60 Minuten.
Lavajaz - Missing

Woodnote - MacAvity Superlauncher- Amused Neutrinos

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Zur Release Seite auf spontanMusik

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