Wer ein klein bisschen Interesse an Hip Hop hat, weiß was ein Mixtape ist. Zumindest in den alten Tagen wurden diese Dinger nämlich noch wirklich auf Tapes gemacht und zu Promozwecken verteilt und kopiert. Die drei Produzenten Swede:art, A-rec und Fuer.steps jedenfalls sind im Hier und Jetzt angekommen und verteilen ihr Mixtape übers Internet. ABC Alphabeat ist also ein solches, und ist vollgepackt mit roughen, wonky Beats, die in den Bereich Hip Hop, Dubstep oder wie man früher sagte, Downbeat gehen. Sogar einige englischsprachige Raps sind mit von der Partie. Ich finde alle Stücke großartig und kann sie jedem empfehlen, der auf moderne Beats der Marke Flying Lotus oder Comfort Fit steht. Für letzteren hat Swede:art auch einen Remix für Polyshuffelz gezaubert.
Beiträge getagged ‘bass’
ABC Alphabeat – unpolierte Hip Hop Wonkyness
20 Januar 2010Sevish – Golden Hour
18 Januar 2010
Sevish, ein junger Musiker aus London, der im Herbst 2009 mit seinem Beitrag für die spontanMusik Compilation “Unclassified Accidents” glänzen konnte, hat nach langem Warten nun endlich sein Album Golden Hour veröffentlicht. Das auf dem Netabel Split Notes releaste Teil ist vollgepackt mit UK-typischen Oldschool-Beats, die weitgehend in den Bereich Drum n Bass fallen, sich aber auch vor Dubstep oder Hip Hop nicht verschließen. Schwerpunkt sind allerdings weniger die Beats, sondern der tonale Aspekt. Hier werden für diesen Bereich völlig und untypische exotische Skalen -darunter Bohlen-Pierce oder Wendy Carlos- benutzt und mit diesen, für das westliche Ohr befremdlichen Skalen sehr interessante, harmonische Konzepte entwickelt. Aufgefallen sind mir vor allem Ähnlichkeiten zur Arbeit von Terry Riley.
Sehr hörenswertes Album, und das auch noch völlig kostenlos…
Rob Papen – SubBoomBass
26 November 2009
Ich habe mir ja schon lange keinen neuen Synth mehr zugelegt. Einzig, weil ich immer dachte, ich hätte schon alles. Dass dies eine Fehleinschätzung war und seit meinem endgültigen Umzug von Logic Pro 8 auf Ableton Live 8 mein ehemaliger Lieblingssysnth für virtuell Analoges ES-1 der Vergangenheit angehörte, ich eigentlich nur noch mit Live`s Analog und NI`s Massive arbeitete, fiel mir gar nicht auf, dass mir irgendetwas fehlte. Gerade bei meinem Dubstep-Eskapaden wurde doch irgendwie klar, wo “Analog” seine Grenzen hat: Im Durchsetzungsvermögen unterer Hertz-Regionen. Dort klingt dieses Teil einfach sehr dünn und schwamming. Massive ist da schon besser geeignet, aber dieser Synth hat seinen Schwerpunkt eher in bewegten Pads, Strings, Dones und Soundscapes als als Bass-Synth. Durch einen Artikel in der Beat wurde ich dann zufällig auf Rob Papen`s SubBoomBass aufmerksam und als die Demo installierte war, war klar, was mir und meinem Subwoofer seit dem Umzug in mein neues Studio fehlte: BASS. Und den macht SubBoomBass wirklich ultra fett. Unter der Haube besitzt er alles was sein großer Bruder Predator auch hat, nur eben mit 2 Oszillatoren, die mit massig bassigen Wellenformen aufgepeppt wurden. Darunter etliche Subbasses, viel analoges und eine riesige Auswahl an perkussivem Material, welches durch Suboszillatoren und weiteren intuitive Bearbeitungsmöglichkeiten an das hervorragend klingende, aber eher zurückhaltende Filter weitergeleitet werden.
Ein weiteres Highlight sollte auch der integrierte Stepsequenzer sein, mit dem sich nach traditioneller Vorgehensweise im Handumdrehen brauchbare, und durch einige interessante Features völlig frisch klingende Resultate erzielen lassen. 24 hochwertige Effekte runden das Gesamtbild dieses Volltreffers ab. Ich kann wirklich sagen, dass sich dieser Synth ohne weitere Bearbeitung durch EQs und Multiband Kompressoren wunderbar in den Mix integriert und für sauber klingende Subbässe sorgt. Für 99 EUR war das gute Stück für mich ein wirkliches Schnäppchen, das ich zukünftig nicht mehr missen möchte.
Kleines Electro Special
5 November 2009
Es ist ist ein längst in Vergessenheit geratener Musikstil, der mir da gestern Abend nach langer Abstinenz zufällig mal wieder über`n Weg gelaufen ist. Er hat viele von uns vor etwa 10-15 Jahren vom Techno zum Breakbeat gebracht und zumindest meinen Horizont um Längen erweitert. Ein Gegenentwurf zur damligen hedonistischen Technoszene. Tanzmusik mit politischem Statement, zumindest in Detroit bei Underground Resistance. Eine Musik, die keine Shuffles, keine Schnörkel und keine Kompromisse kennt und eigentlich sehr kühl daherkommt. Aber cool war Electro schon seit Kraftwerk, also immer schon. Ob auf der Autobahn, im Schwimmbad, beim Grillen oder einfach mal zum schmackhaften Snack zwischendurch. WE LOVE ELECTRO!
Hier mal einige meiner Evergreens. Wenn ihr mich als Superlauncher buchen wollt, dann tut es, denn ich werde mich morgen hinsetzen und meine ganzen alten Electro-Platten digitalisieren. Das Zeug muss einfach wieder gespielt werden.
Acid Jesus – Hibernation Drive
Model 500 – Future
Dexter – Intruder
Aux 88 – Break it Down
Dopplereffekt – Plastiphilia 2
Electroids – Japanese Electronics
Drexciya – Lardossen Funk
Supralist`s Fluttering at Bunzer0`s Carbon Logic Mix
2 November 2009
Mein Dubstep äh sagen wir lieber “Urban” Projekt Supralist ist ja noch nicht nicht all zu lange aktiv und schon tut sich etwas. Der Dubstep DJ Bunzer0 spielt meinen Track Fluttering, der Ende 2008 als Single auf spontanMusik herausgekommen ist, auf seinem aktuellen Oktober Mix vom Portal Carbon Logic. Soweit ich das höre, ist der Mix wirklich ganz gut. Wenn man bedenkt, dass hier fast nur Newcomer vertreten sind, wird hier eine beachtliche Messlatte an den Tag gelegt. Hört`s euch an.
itunes Podcast(Download)
Listen at Carbon Logic
Und hier nochmal Fluttering:
Supralist – Fluttering by spontanMusik
Squarepusher Solobass
5 Oktober 2009Ich kann nicht leugnen, dass Thomas Jenkinson aka Squarepusher einer meiner absoluten Lieblingsmusiker ist. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass es ihn seit kurzem auch mal “ohne Squarepusher”, also nur ihn und seinen Bass gibt. Auf Tour gibt`s dann endlich mal ein Schlagzeug und keinen meterhohen Gerätepark hinter dem er nur alle 5 Minuten mal hervor lunst. Für mich ein Grund mich nach Squrepusher-Konzerten in meiner Nähe umzuschauen. Übrigens gibt es seit dem 17.8.09 auch ein Squarepusher Bass-Soloalbum.
Und hier nur solo

