Beiträge getagged ‘bass’

Swede:art – Emotional Colors

1 Juli 2010

swedeart-emotional_colors360Alle Achtung, eines meiner Lieblingslabels Tokyo Dawn schießt mit seiner neuen Veröffentlichung  erneut scharf in Richtung Klassiker. Der dem aufmerksamen Leser bereits durch sein exzellentes Release ABC-Alphabeat auf error Broadcast bekannte Swede:art bringt mit seinem Album so ziemlich alles auf den Punkt, was moderner Hip Hop, Soul, Beat haben muss. Die Stimmung von Emotional Colors ist durchgehend dusty, schmutzig und deep, aber Swede schafft es durch seine vorzüglich durchdachten Beatstrukturen eine sehr bestimmte Geradlinigkeit ins Chaos aus Vinylkratzen, Rauschen und leicht übersteuerten Pianos zu bekommen. Die Beats sind vornehmlich ziemlich wonky, ternär oder  stark angeshuffelt, wie man es von Produktionen von Flying Lotus oder Mike Slott kennt. Glücklicherweise kommt dieses Release ohne den zur Zeit sehr modernen, aber in meinen Augen total nervigen Sidechaineffekt aus, bei dem vor allem die Bassline vom Beat stark heruntergedrückt wird und dadurch eine Art kontrollierte Welle erzeugt wird. Die Musik erinnert oftmals an ältere House/Techno-Tracks, obwohl das Grundfeeling, seinen Raps und Cuts doch eher in Richtung Hip Hop steuert.

Ein durchweg hörenswertes Album, das sich sich nahtlos in die qualitativ erstklassige History von Tokyo Dawn einreiht.


Swede:art – Sex On The Airplane by Swede:art

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Humeka – Polar Dissim (UNOIKI Calendar)

9 Juni 2010

Dem aufmerksamen Leser ist ja sicher schon bekannt, dass ich seit geraumer Zeit mastere. Durch diese Tätigkeit habe ich einige wirklich interessante Sachen zu hören bekommen und eine davon ist der neue Track pariser  IDM Urgetein Humeka, der als Calendar Track auf dem Label UNOIKI herausgekommen ist. Humeka, der eigentlich bekannt für seine kleinteiligen Sounds ist, brachte mich mit diesem Track auf die Idee, es mal auf eine andere Art zu probieren als sonst, denn das Konzept unterschied sich etwas von seinen vorherigen Veröffentlichungen. Der Track hatte das Potenzial wirklich massiver als seine anderen Releases zu klingen, hatte im Original aber nicht das nötige Durchsetzungsvermögen. Also machte ich ihn so fett, wie ich es noch nie vorher für einen solch filigranen Track getan habe und schickte ihn zu UNOIKI. Anfangs war die Verwirrung recht groß, weil der Track nun eine ganz andere Anmutung hatte, als das Original, doch nach einigen Tagen wollte Humeka unbedingt, dass genau dieses Master verwendet wird. Und so kam es zu diesem wirklich fantastischen Stück Polar Dissim.

Humeka | 0610 | Polar Dissim by UNOIKI

Full Calendar 2010 CD available in advance for just 6,50 euro now!
http://unoiki.bandcamp.com/album/unoiki-calendar-2010

Release info
Humeka – the mysterious man from France – goes deep into experimentation.
Polar Dissim sounds as labile and disoriented as the world is fragile.
Deeply wounded by economic crises, wars, piracy, pollution, global warming, climate changes, over-population, overfishing and the latest oilspill in the Gulf of Mexico the track seems to seek for a way out of this labyrinth where we are in over one´s head.
In the last part the track accelerates turning into a hopeful mood, but with a big question mark at the end.

Artist: Humeka
Title: 0610 | Polar Dissim
Format: mp3/flac/ogg
Release date: 01-06-2010
Art#: UICAL0610
Artwork: Jonathan Mangelinckx
Mastering: Tobias Lorsbach (Keinzweiter)

Released by: UNOIKI
Release/catalogue number: UICAL0610
Release date: Jun 1, 2010

Dark Side Of The Meat – Die dunkle Seite des Schnitzels

16 März 2010

600px_SMV014Tim Keiling aka Erdbeerschnitzel könnte man auch als Retter des fleischgewordenen Mainzer Neustadtsounds bezeichnen. Wenn es denn einen gäbe. Zumindest konzentriert er sich bei seinem Nebenprojekt Dark Side Of The Meat auf das Unwesentliche zwischen Bits und Bytes und was sonst noch dabei rauskommt, wenn man youtube als Quelle für  geeignetes Samplematerial missbraucht. Die Tracks auf seinem Debütalbum könnte man auch als Multimashup bezeichnen, denn Tim scheut sich nicht, alles zu verwursten, was ihm in die Quere kommt, egal ob das nun aus einem 70er Jahre Polizotti oder aus der neusten “Rudelberger Fleischkäse”-Werbung stammt. Sampling 2.0 quasi. Heraus kommt dann ein wunderbarer Mix aus modernen, und vor allem wonky Beats, die in keiner Musiksammlung jenseits unserer herzhaft nach türkischem Fastfood riechenden Mainzer Neustadt fehlen sollte. Dönerbeat rules!

Das Album bei spontanMusik klarmachen!

Dark Side Of The Meat – Thou Art Pleasuring by spontanMusik

Dark Side Of The Meat – The Game by spontanMusik

ABC Alphabeat – unpolierte Hip Hop Wonkyness

20 Januar 2010

600_ebctp001_frontWer ein klein bisschen Interesse an Hip Hop hat, weiß was ein Mixtape ist. Zumindest in den alten Tagen wurden diese Dinger nämlich noch wirklich auf  Tapes gemacht und zu Promozwecken verteilt und kopiert. Die drei Produzenten Swede:artA-rec und Fuer.steps jedenfalls sind im Hier und Jetzt angekommen und verteilen ihr Mixtape übers Internet. ABC Alphabeat ist also ein solches, und ist vollgepackt mit roughen, wonky Beats, die in den Bereich Hip Hop, Dubstep oder wie man früher sagte, Downbeat gehen. Sogar einige englischsprachige Raps sind mit von der Partie. Ich finde alle Stücke großartig und kann sie jedem empfehlen, der auf moderne Beats der Marke Flying Lotus oder Comfort Fit steht. Für letzteren hat Swede:art auch einen Remix für Polyshuffelz gezaubert.

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Sevish – Golden Hour

18 Januar 2010

spnt001_frontSevish, ein junger Musiker aus London, der im Herbst 2009  mit seinem Beitrag für die spontanMusik Compilation “Unclassified Accidents” glänzen konnte, hat nach langem Warten nun endlich sein Album Golden Hour veröffentlicht. Das auf dem Netabel Split Notes releaste Teil ist vollgepackt mit UK-typischen Oldschool-Beats, die weitgehend in den Bereich Drum n Bass fallen, sich aber auch vor Dubstep oder Hip Hop nicht verschließen. Schwerpunkt sind allerdings weniger die Beats, sondern der tonale Aspekt. Hier werden für diesen Bereich völlig und untypische exotische Skalen -darunter Bohlen-Pierce oder Wendy Carlos-  benutzt und mit diesen, für das westliche Ohr befremdlichen Skalen sehr interessante, harmonische Konzepte entwickelt. Aufgefallen sind mir vor allem Ähnlichkeiten zur Arbeit von Terry Riley.
Sehr hörenswertes Album, und das auch noch völlig kostenlos…

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Rob Papen – SubBoomBass

26 November 2009

rp_subboombass_250Ich habe mir ja schon lange keinen neuen Synth mehr zugelegt. Einzig, weil ich immer dachte, ich hätte schon alles. Dass dies eine Fehleinschätzung war und seit meinem endgültigen Umzug von Logic Pro 8 auf Ableton Live 8 mein ehemaliger Lieblingssysnth für virtuell Analoges ES-1 der Vergangenheit angehörte, ich eigentlich nur noch mit Live`s Analog und NI`s Massive arbeitete, fiel mir gar nicht auf, dass mir irgendetwas fehlte. Gerade bei meinem Dubstep-Eskapaden wurde doch irgendwie klar, wo “Analog” seine Grenzen hat: Im Durchsetzungsvermögen unterer Hertz-Regionen. Dort klingt dieses Teil einfach sehr dünn und schwamming. Massive ist da schon besser geeignet, aber dieser Synth hat seinen Schwerpunkt eher in bewegten Pads, Strings, Dones und Soundscapes als als Bass-Synth. Durch einen Artikel in der Beat wurde ich dann zufällig auf Rob Papen`s SubBoomBass aufmerksam und als die Demo installierte war, war klar, was mir und meinem Subwoofer seit dem Umzug in mein neues Studio fehlte: BASS. Und den macht SubBoomBass wirklich ultra fett. Unter der Haube besitzt er alles was sein großer Bruder Predator auch hat, nur eben mit 2 Oszillatoren, die mit massig bassigen Wellenformen aufgepeppt wurden. Darunter etliche Subbasses, viel analoges und eine riesige Auswahl an perkussivem Material, welches durch Suboszillatoren und weiteren intuitive Bearbeitungsmöglichkeiten an das  hervorragend klingende, aber eher zurückhaltende Filter weitergeleitet werden.
Ein weiteres Highlight sollte auch der integrierte Stepsequenzer sein, mit dem sich nach traditioneller Vorgehensweise im Handumdrehen brauchbare, und durch einige interessante Features völlig frisch klingende Resultate erzielen lassen. 24 hochwertige Effekte runden das Gesamtbild dieses Volltreffers ab. Ich kann wirklich sagen, dass sich dieser Synth ohne weitere Bearbeitung durch EQs und Multiband Kompressoren wunderbar in den Mix integriert und für sauber klingende Subbässe sorgt. Für 99 EUR war das gute Stück für mich ein wirkliches Schnäppchen, das ich zukünftig nicht mehr missen möchte.

http://www.robpapen.com/subboombass.html

Kleines Electro Special

5 November 2009

tz_logoEs ist ist ein längst in Vergessenheit geratener Musikstil, der mir da gestern Abend nach langer Abstinenz zufällig mal wieder über`n Weg gelaufen ist. Er hat viele von uns vor etwa 10-15 Jahren vom Techno zum Breakbeat gebracht und zumindest meinen Horizont um Längen erweitert. Ein Gegenentwurf zur damligen hedonistischen Technoszene. Tanzmusik mit politischem Statement, zumindest in Detroit bei Underground Resistance. Eine Musik, die keine Shuffles,  keine Schnörkel und keine Kompromisse kennt und eigentlich sehr kühl daherkommt. Aber cool war Electro schon seit Kraftwerk, also immer schon. Ob auf der Autobahn, im Schwimmbad, beim Grillen oder einfach mal zum schmackhaften Snack zwischendurch. WE LOVE ELECTRO!

Hier mal einige meiner Evergreens. Wenn ihr mich als Superlauncher buchen wollt, dann tut es, denn ich werde mich morgen hinsetzen und meine ganzen alten Electro-Platten digitalisieren. Das Zeug muss einfach wieder gespielt werden.

Acid Jesus – Hibernation Drive

Model 500 – Future

Dexter – Intruder

Aux 88 – Break it Down

Dopplereffekt – Plastiphilia 2

Electroids – Japanese Electronics

Drexciya – Lardossen Funk

Supralist`s Fluttering at Bunzer0`s Carbon Logic Mix

2 November 2009

BUNZERO_grassroots_mix101709Mein Dubstep äh sagen wir lieber “Urban” Projekt Supralist ist ja noch nicht nicht all zu lange aktiv und schon tut sich etwas. Der Dubstep DJ Bunzer0 spielt meinen Track Fluttering, der  Ende 2008 als Single auf spontanMusik herausgekommen ist, auf seinem aktuellen Oktober Mix vom Portal Carbon Logic. Soweit ich das höre, ist der Mix wirklich ganz gut. Wenn man bedenkt, dass hier fast nur Newcomer vertreten sind, wird hier eine beachtliche Messlatte an den Tag gelegt. Hört`s euch an.

itunes Podcast(Download)
Listen at Carbon Logic

Und hier nochmal Fluttering:
Supralist – Fluttering by spontanMusik

Squarepusher Solobass

5 Oktober 2009

Ich kann nicht leugnen, dass Thomas Jenkinson aka Squarepusher einer meiner absoluten Lieblingsmusiker ist. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass es ihn seit kurzem auch mal “ohne Squarepusher”, also nur ihn und seinen Bass gibt. Auf Tour gibt`s dann endlich mal ein Schlagzeug und keinen meterhohen Gerätepark hinter dem er nur alle 5 Minuten mal hervor lunst. Für mich ein Grund mich nach Squrepusher-Konzerten in meiner Nähe umzuschauen. Übrigens gibt es seit dem 17.8.09 auch ein Squarepusher Bass-Soloalbum.

Und hier nur solo

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