Spätestens jetzt glaube ich, ein schlechtes Gehör zu haben. Dieses Video zeigt, wie Prodigy`s “Smack my Bitch up” in Ableton Live nachgebaut wird und zwar inklusive aller dazugehörigen Samples. Das Nachbauen dürfte nicht so das Problem sein, aber das Finden der Samples ist in meinem Augen, ähh Ohren, eine Meisterleistung…
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Prodigy`s “Smack my Bitch up” in Ableton Live nachgebaut
28 Januar 2010Thavius Beck – Nothing Lasts Forever (Supralist`s how to destroy a popsong remix)
4 Dezember 2009Es ist manchmal schon total verzwickt. Man macht etwas komplett anders als sonst, findet es ganz toll und alle, die man fragt lachen einen aus, schlagen die Hände überm Kopf zusammen oder rennen schreiend raus. Bis auf ein paar, die finden es dann doppelt gut. Ok, mein Remix von Thavius Beck – Nothing Lasts Forever polarisiert. im Grunde ist das ein Popsong mit gepitchter Stimme und das ist schonmal nicht jedermann`s Sache. Wenn man das dann auch noch mit pratzigem Halfstep und viel Glitch verbindet, ist die Mischung explosiv. Ich bin mal auf die anderen Remixe gespannt. Wer welche findet, kann sie hier ja reinposten.
Meiner ist hiermit Freiwild. Also runterladen und sich freuen…Oder eben nicht
Rob Papen – SubBoomBass
26 November 2009
Ich habe mir ja schon lange keinen neuen Synth mehr zugelegt. Einzig, weil ich immer dachte, ich hätte schon alles. Dass dies eine Fehleinschätzung war und seit meinem endgültigen Umzug von Logic Pro 8 auf Ableton Live 8 mein ehemaliger Lieblingssysnth für virtuell Analoges ES-1 der Vergangenheit angehörte, ich eigentlich nur noch mit Live`s Analog und NI`s Massive arbeitete, fiel mir gar nicht auf, dass mir irgendetwas fehlte. Gerade bei meinem Dubstep-Eskapaden wurde doch irgendwie klar, wo “Analog” seine Grenzen hat: Im Durchsetzungsvermögen unterer Hertz-Regionen. Dort klingt dieses Teil einfach sehr dünn und schwamming. Massive ist da schon besser geeignet, aber dieser Synth hat seinen Schwerpunkt eher in bewegten Pads, Strings, Dones und Soundscapes als als Bass-Synth. Durch einen Artikel in der Beat wurde ich dann zufällig auf Rob Papen`s SubBoomBass aufmerksam und als die Demo installierte war, war klar, was mir und meinem Subwoofer seit dem Umzug in mein neues Studio fehlte: BASS. Und den macht SubBoomBass wirklich ultra fett. Unter der Haube besitzt er alles was sein großer Bruder Predator auch hat, nur eben mit 2 Oszillatoren, die mit massig bassigen Wellenformen aufgepeppt wurden. Darunter etliche Subbasses, viel analoges und eine riesige Auswahl an perkussivem Material, welches durch Suboszillatoren und weiteren intuitive Bearbeitungsmöglichkeiten an das hervorragend klingende, aber eher zurückhaltende Filter weitergeleitet werden.
Ein weiteres Highlight sollte auch der integrierte Stepsequenzer sein, mit dem sich nach traditioneller Vorgehensweise im Handumdrehen brauchbare, und durch einige interessante Features völlig frisch klingende Resultate erzielen lassen. 24 hochwertige Effekte runden das Gesamtbild dieses Volltreffers ab. Ich kann wirklich sagen, dass sich dieser Synth ohne weitere Bearbeitung durch EQs und Multiband Kompressoren wunderbar in den Mix integriert und für sauber klingende Subbässe sorgt. Für 99 EUR war das gute Stück für mich ein wirkliches Schnäppchen, das ich zukünftig nicht mehr missen möchte.
Akai APC 40 wie habe ich dich gern
19 Oktober 2009
Endlich ist er angekommen, mein APC 40, Akai`s neuer Controller, der in Zusammenarbeit mit Ableton extra für die DAW meines Vertrauens gebaut wurde und laut Website der Firma alles was an Controllern auf dem Markt ist in den Schatten stellen soll. Für die Entwicklung wurde eigens das Entwicklerteam der legendären MPC-Serie zu Rate gezogen und somit kann man davon ausgehen, dass hier saubere Arbeit geleistet wurde.
Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir einen neuen Controller zu kaufen und war, was das schicke Teil betrifft, eigentlich nur vom Preis abgeschreckt, der durchschnittlich um 450 EUR liegt. Akai ist allerdings für seine wirklich hochwertigen und bühnentauglichen Geräte bekannt und die MPC war/ist nun wirklich ein Gerät, dass man bei 99% Luftfeuchtigkeit quer durch einen Club werfen kann während es immer noch munter seinen Dienst verrichtet. Qualitativ ist der APC 40 wie schon die MPC Modelle eine Investition. Mit einem Vollmetallgehäuse auf dem 40 bunte Matrix Trigger Tasten (insgesamt 109 Tasten), 16 hochwertige Drehregler, ein auswechselbarer Crossfader und 8 Kanalfader befinden ist der APC 40 bestens für den Studio- und Liveeinsatz gerüstet. Das Tolle an der Sache ist, dass das Teil bidirektional funktioniert, was bedeutet, dass alles, was man so in Live anstellt auch direkt am Controller angezeigt wird und umgekehrt. So muss man ihn auch einfach nur und ohne jegliche Treiberinstallation per USB am Rechner befestigen und schon kann es losgehen.
Schon beim Auspacken wird klar, das Ding ist unglaublich stabil verarbeitet, die Fader, die Knobs, das Case, alles allererste Sahne. Kein Vergleich zu den wackeligen Plastik-Kisten a la M-Audio und Konsorten. Die Länge des mitgelieferten USB-Kabels ist allerdings mit ca. 40 Zentimetern eine Frechheit!
Wie erwartet funktioniert der APC sofort nach dem Hochfahren von Live fabelhaft. Ein Handbuch ist zunächst auch nicht nötig, da sich alle Funktionen wie von selbst erklären und sich das Gerät wirklich intuitiv bedienen lässt. Besonders gelungen finde ich die unteren acht Knobs, die per Default sofort mit den Macro-Reglern des angewählten Kanals verbunden sind. Einfach mal eine Drummachine einfügen und schon kann der Spaß losgehen. Bei jedem anderen Controller, auch denen mit Automapping, geht das nicht so einfach und schnell. Hier merke ich auc,h wie ich die Zeiten vermissen in denen man einen Synth angemacht und einfach losgelegt hat. In Zeiten von Controllern ist das meist mit dem Nerv und Kreativität tötenden Mapping verbunden. Zumindest bei den Presets von Live ist das ab heute Geschichte.
Die Geschwindigkeit ist für einen MIDI-Controller ebenfalls annehmbar. Vor allem bei den Fadern macht sich aber wie nicht anders zu erwarten ein kleines Delay bemerkbar. Allerdings kenne ich keinen Controller, bei dem das nicht so ist. Ich werde versuchen, da in nächster Zeit mehr herauszuholen.
Fazit: Der Akai APC 40 ist jeden Cent seines vergleichbar hohen Preises wert und hält was er verspricht. Besonders gespannt bin ich auf die kommende Unterstützung von Max MSP for Live, mit dem sich der APC sogar als Stepsequenzer missbrauchen lassen soll. Das heißt, dass die gesamte Hardware durch Scriptprogrammierung in Live steuern lässt. Damit ist der Kreativität von Instrument-Designern, Hackern und Fricklern keine Grenze mehr gesetzt. Ein absolut schlüssiges Konzept, das mich vielleicht endlich zu Max/MSP überlaufen lässt.

