Endlich ist er angekommen, mein APC 40, Akai`s neuer Controller, der in Zusammenarbeit mit Ableton extra für die DAW meines Vertrauens gebaut wurde und laut Website der Firma alles was an Controllern auf dem Markt ist in den Schatten stellen soll. Für die Entwicklung wurde eigens das Entwicklerteam der legendären MPC-Serie zu Rate gezogen und somit kann man davon ausgehen, dass hier saubere Arbeit geleistet wurde.
Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir einen neuen Controller zu kaufen und war, was das schicke Teil betrifft, eigentlich nur vom Preis abgeschreckt, der durchschnittlich um 450 EUR liegt. Akai ist allerdings für seine wirklich hochwertigen und bühnentauglichen Geräte bekannt und die MPC war/ist nun wirklich ein Gerät, dass man bei 99% Luftfeuchtigkeit quer durch einen Club werfen kann während es immer noch munter seinen Dienst verrichtet. Qualitativ ist der APC 40 wie schon die MPC Modelle eine Investition. Mit einem Vollmetallgehäuse auf dem 40 bunte Matrix Trigger Tasten (insgesamt 109 Tasten), 16 hochwertige Drehregler, ein auswechselbarer Crossfader und 8 Kanalfader befinden ist der APC 40 bestens für den Studio- und Liveeinsatz gerüstet. Das Tolle an der Sache ist, dass das Teil bidirektional funktioniert, was bedeutet, dass alles, was man so in Live anstellt auch direkt am Controller angezeigt wird und umgekehrt. So muss man ihn auch einfach nur und ohne jegliche Treiberinstallation per USB am Rechner befestigen und schon kann es losgehen.
Schon beim Auspacken wird klar, das Ding ist unglaublich stabil verarbeitet, die Fader, die Knobs, das Case, alles allererste Sahne. Kein Vergleich zu den wackeligen Plastik-Kisten a la M-Audio und Konsorten. Die Länge des mitgelieferten USB-Kabels ist allerdings mit ca. 40 Zentimetern eine Frechheit!
Wie erwartet funktioniert der APC sofort nach dem Hochfahren von Live fabelhaft. Ein Handbuch ist zunächst auch nicht nötig, da sich alle Funktionen wie von selbst erklären und sich das Gerät wirklich intuitiv bedienen lässt. Besonders gelungen finde ich die unteren acht Knobs, die per Default sofort mit den Macro-Reglern des angewählten Kanals verbunden sind. Einfach mal eine Drummachine einfügen und schon kann der Spaß losgehen. Bei jedem anderen Controller, auch denen mit Automapping, geht das nicht so einfach und schnell. Hier merke ich auc,h wie ich die Zeiten vermissen in denen man einen Synth angemacht und einfach losgelegt hat. In Zeiten von Controllern ist das meist mit dem Nerv und Kreativität tötenden Mapping verbunden. Zumindest bei den Presets von Live ist das ab heute Geschichte.
Die Geschwindigkeit ist für einen MIDI-Controller ebenfalls annehmbar. Vor allem bei den Fadern macht sich aber wie nicht anders zu erwarten ein kleines Delay bemerkbar. Allerdings kenne ich keinen Controller, bei dem das nicht so ist. Ich werde versuchen, da in nächster Zeit mehr herauszuholen.
Fazit: Der Akai APC 40 ist jeden Cent seines vergleichbar hohen Preises wert und hält was er verspricht. Besonders gespannt bin ich auf die kommende Unterstützung von Max MSP for Live, mit dem sich der APC sogar als Stepsequenzer missbrauchen lassen soll. Das heißt, dass die gesamte Hardware durch Scriptprogrammierung in Live steuern lässt. Damit ist der Kreativität von Instrument-Designern, Hackern und Fricklern keine Grenze mehr gesetzt. Ein absolut schlüssiges Konzept, das mich vielleicht endlich zu Max/MSP überlaufen lässt.
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Yooooooooo!
Was heißt hier Yo, Kauf das Teil und werd` glücklich!
ich wart nur auf meine bafög nachzahlung!
Cool! Die MPC war schon immer ein robustes Teil, bis auf den Fader vielleicht. Ich hoffe Du schleppst Sie dann bald mal mit
Die Fader der APC sind die besten, die ich an einem Controller je gesehen(gefühlt) habe. Ja, ich mach mich jetzt so langsam an das Liveset.